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Vor der Hochzeit

von Irene DollingerZuletzt verändert: 17.01.2008 11:11
Vor der Hochzeit
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HEIRATSANTRAG

Alles begann damit, daß Robert die wunderbare Stimmung am Lake Chowichan /Canada im Oktober 2001, dazu nutzte, um mich zu fragen, ob ich seine Frau werden will. Es war früher Morgen, die Luft war angenehm mild und keine Menschenseele war zu sehen. Es war einfach ein perfekter Augenblick und Robert machte einfach den perfektesten, wunderbarsten und romantischten Heiratsantrag, bei dem man einfach nur “ja” flüstern konnte. Ich wurde damit eigentlich völlig überrumpelt, hatte doch Robert noch vor einem Jahr mit Claudio abgesprochen, daß es völlig reicht, wenn man erst mal so mit 30 anfängt, ans Heiraten zu denken, aber man sieht, was die richtige Frau an eines Mannes Seite ausmacht :-)(wo sie recht hat, hat sie recht!)

Während wir um den See herum fuhren, schmiedeten wir die ersten Pläne. Daß wir im kleinen Rahmen feiern wollten, da waren wir uns beide einig, ebenso, daß wir uns im Herbst das Ja-Wort geben wollten. Wann es genau sein sollte, wußten wir noch nicht, wir wollten wir erst mal wegen einer Wohnung, einem Liebesnest, schauen. Der Rest würde sich dann schon geben.


BRAUTKLEID

Im Herbst 2002 hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Brautkleid an. Eine etwas kuriose Geschichte damals. Ich surfte schon seit längerem im Internet auf diversen Brautmodeseiten herum und entdeckte eines schönen Tages ein wunderschönes, romantisches Brautkleid von Appassionata. Da ich zu dieser Zeit noch keinen blassen Schimmer hatte, wieviel diese tollen Kleider so kosten, schrieb ich ein E-Mail an den nächstgelegendsten Laden, der dieses Kleid führte, nach München. Ich schrieb das Mail von unserem Büro aus und es dauerte nicht lange, da rief mich die Besitzerin des Ladens zurück. Sie meinte, daß sie am Samstag nach Kaltern kommen würde und da könnte sie das Kleid doch gleichmal mitbringen.

Ja super! Also fuhren Jutta und ich am Samstag zur Pension “Hansjoggl”, wo ich in einem Zimmer dieser Pension mein erstes Brautkleid probierte. Das Kleid: Ein Traum! Das Problem: es stammte von der Kollektion 2002 und man konnte es also demnach nur mehr kurze Zeit bestellen. Das war dann wohl nichts, denn soooo bald wollte und konnte ich mich noch nicht entscheiden.

Danach legte ich die Brautkleidsuche erstmal auf Eis was das Besuchen der Läden anging. Ich surfte weiter fleißig im Internet, bestellte ein paar Kataloge und holte Preise von schönen Modellen ein.

Im Februar besuchte ich mich Sibi zwei Läden in der näheren Umgebung, doch entweder war die Beratung mies oder/und die Preise horrend hoch. Außerdem war DAS Kleid einfach nicht dabei.

Ich dachte daran, zum Haus der Braut nach Innsbruck zu fahren.

Die Gelegenheit ergab sich ziemlich bald, als wir mit Manuela und Christian nach Innsbruck zur Ikea wollten. Manuela und ich ließen uns von den Männern beim Haus der Braut absetzen. Wir suchten uns einige Modelle aus den Katalogen zum Probieren aus. Als ich mit dem zweiten Kleid aus der Kabine trat überzog ein Strahlen mein Gesicht und ich wußte: ich hatte mein Kleid gefunden. Das sollte es sein und kein anderes.

Schon oft hatte ich darüber gelesen, daß man es einfach WEISS, wenn man DAS Kleid gefunden hat. Ich dachte zuerst immer, das sei Schwachsinn, doch ich kann bestätigen: es ist einfach so. Wahrscheinlich werden dann irgendwelche brautigen Hormone ausgeschüttet, die signalisieren: Kauf es! Das ist es! Du siehst wie eine Prinzessin aus!

Am 1. April fuhr ich mit Mutti nach Innsbruck, denn ich wollte ihr Okay für das Kleid. Ihr gefiel es auch sehr gut und so bestellte ich es.

Am 15. September fuhren wir wieder nach Innsbruck. In der Früh gingen wir gleich zum Haus der Braut, wo ich das Kleid anprobierte und die letzten Änderungen abgesteckt wurden. Eine Schreckminute war, als mir die bestellten und schon am 1. April probierten Schuhe nicht mehr passten. Zum Glück gab es noch ein anderes sehr schönes Paar dort und so nahm ich das. Abends konnten wir das Kleid dann fix und fertig mitnehmen.

Neben den relativ günstigen Preisen (im Gegensatz zu den Brautmodeläden hier bei uns) wurden wir in Innsbruck auch immer sehr zuvorkommend und fachmännisch bedient. Die Änderungen kosten pauschal Euro 45, egal was und wieviel man ändert. Ob man einen anderen Stoff will oder die Träger anders, alles was möglich ist, wird gemacht.


HOCHZEITSMAHL

Robert und ich waren uns immer schon einig, daß wir unser Hochzeitsmahl im Hotel Hanny haben werden. Das ist unser Stammlokal für alle großen und kleineren Anlässe und wir haben dort immer sehr gut gegessen.

Wir entschieden uns für dieses herbstliche Menu: (folgt)


HOCHZEITSKIRCHE

Nun galt es aber, eine Kirche zu finden, die nicht allzuweit vom Hotel Hanny entfernt war. Im Februar hatte ich einen Woche frei und so machte ich mich mit Sibi, meiner Trauzeugin auf, die Kirchen rund um Bozen zu sondieren. Es sollte eine kleine Kirche sein, mit einem großen Platz davor. Es gibt eine Menge kleiner Kirche rund um Bozen, doch meistens fehlte ein idealer Platz davor oder es gab sonst etwas, was störend war, wie Verkehr, zu kleiner oder dunkler Innenraum usw.

Schließlich zogen wir das St.Peter Kirchlein in St. Peter/Bozen, oberhalb vom Hotel Hanny und das St. Justinakirchlein in St. Pauls in die engere Auswahl. Mit Robert sah ich mir auch beide Kirchen von innen an. Das St. Peter Kirchlein war leider etwas finster und ziemlich alt, doch das St. Justinakirchlein war perfekt.


EHE FÜHRERSCHEIN

Anfang April besuchten Robert und ich einen Ehevorbereitungskurs. Wir wollten nicht den tradionellen Kurs machen und so entschieden wir uns für “Der Weg zum Du ist das Gespräch”. Dabei ging es um das richtige Kommunizieren in der Partnerschaft. Der Kurs war so toll, daß ich ihn wirklich jedem empfehlen kann. Robert und ich waren super zufrieden, wir hatten, entgegen unseren Erwartungen, ein tolles Wochenende im Haus der Familie auf dem Ritten verbracht, nette Leute kennengelernt und in total entspannter Umgebung wundervolle, wenn auch manchmal anstrengende Gespräche geführt. Mehr Infos zu “EPL-ein partnerschaftliches Lernprogramm” hier.


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